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In einer weit entfernten Zukunft ist die Menschheit in die Weiten des Alls expandiert und hat sich dort heillos zerstritten. Inmitten dieses Durcheinanders müsst ihr als ehemaliges Mitglied einer Spezialeinheit eine gefährliche Mission absolvieren und das vorprogrammierte schlimme Schicksal der Menschheit irgendwie noch abwenden. „GREED: Black Border“ ist ein klassisches Hack’n’Slay im Stile von „Diablo“, das euch mit einer spannenden Geschichte und einem actionreichen Gameplay vor den Computerbildschirm fesseln möchte. Nun gut, die Qualitäten der Hintergrundgeschichte halten sich in Grenzen, aber spielerisch weiß „GREED: Black Border“ durchaus zu gefallen. Zu Beginn müsst ihr euch für eine von drei Spielfiguren entscheiden: Der Marine ist ein ehemaliger Kommandant, der vor allem auf mittlere Distanz effektiv eingesetzt werden kann. Der Pyro ist ein sehr guter Nahkämpfer, die Plasma-Ingenieurin eine mächtige Fernkämpferin. Abgesehen hiervon unterscheiden sich die drei spielbaren Charaktere nur in Bezug auf ihre Spezialfähigkeiten, die ihr mit der Zeit freischalten könnt. Unterteilt werden diese in die Kategorien „aktiv“, „passiv-offensiv“ und „passiv-defensiv“. Passiv-defensive Fähigkeiten machen euren Charakter beispielsweise resistenter gegen Attacken.
In die Kategorie „passiv-offensiv“ fallen zum Beispiel diverse Schadensboni, „aktiv“ sind die klassischen Kampffähigkeiten. Optisch könnt ihr euren Charakter leider nicht anpassen, ihr seid auf das Eingeben eines Namens beschränkt. Das ist etwas schade, aber im Grunde nicht weiter tragisch: Die Kamera schwebt relativ weit über eurem Kämpfer bzw. eurer Kämpferin und so würdet ihr optische Feinheiten eh nicht ausmachen können. „GREED: Black Border“ beginnt mit einem Tutorial, wobei dieses nur aus Textblöcken besteht. Ihr müsst euch diese nicht durchlesen, sondern könnt sie auch einfach wegklicken. Die Funktionen des Spiels sind alle selbsterklärend und so könnt ihr direkt durchstarten. Schnell erkennt ihr, dass irgendetwas überhaupt nicht stimmt: Auf dem Boden liegen Leichen, zudem ist alles verwüstet. Die ersten Angreifer lassen entsprechend nicht lange auf sich warten: Zu Beginn bekommt ihr es nur mit kleineren Robotern zu tun, später müsst ihr euch auch mit größeren Kampfmaschinen und stinkenden Zombies herumärgern. Da viele Feinde ausschließlich auf Nahkampfangriffe setzen, kann euer Charakter Ausweichrollen ausführen. Im Laufe des Tests hat sich diese Funktion immer wieder als äußerst hilfreich erwiesen.
In „GREED: Black Border“ könnt ihr im Übrigen nicht jederzeit und überall speichern: Um euren Fortschritt zu sichern, müsst ihr spezielle Kontrollpunkte aufsuchen. Glücklicherweise sind diese großzügig verteilt, prinzipiell findet ihr alle 100 Meter einen. Für vernichtete Feinde erhaltet ihr selbstverständlich Erfahrungspunkte, mit der Zeit steigt ihr so Stufen auf. Dabei schaltet ihr nicht nur die anfangs erwähnten Spezialfähigkeiten frei, sondern könnt auch Punkte auf eure Gesundheit, Energie, Rüstung und Schilde verteilen. Zudem dürft ihr eure Spielfigur mit unterschiedlichen Waffen- und Rüstungs-Upgrades aufpowern. Die Möglichkeiten sind hier allerdings nicht so vielfältig wie erhofft – andere Genre-Vertreter bieten deutlich mehr Optionen und so umfassendere Individualisierungsmöglichkeiten. „GREED: Black Border“ schreibt Abwechslung nicht unbedingt groß, macht aber dennoch von der ersten bis zur letzten Minute Spaß – zumindest beim ersten Spieldurchgang. Das liegt an den ständigen Spielfortschritten, den locker-flockigen Kämpfen und der Tatsache, dass ihr gegenüber euch selbst keinen hohen Kaufpreis rechtfertigen müsst. „GREED: Black Border“ ist immerhin für weniger als 30 Euro zu haben. Ihr dürft nur nicht erwarten, dass ihr einen waschechten Konkurrenten für „Diablo 3“ geboten bekommt.
Auch die Entwickler waren sich im Klaren darüber, dass Kämpfe allein nicht dauerhaft begeistern können. Daher haben sie einige Geschicklichkeitseinlagen in ihr Spiel eingebaut: Beispielsweise müsst ihr Feuerstrahlen ausweichen und Laserbarrieren deaktivieren. Erstaunlich ist, dass es kaum Nebenaufgaben gibt: Ihr könnt wohl das eine oder andere optionale Areal erkunden, aber die meiste Zeit rennt ihr der Hauptgeschichte hinterher. Wenn ihr mögt, könnt ihr auch gemeinsam mit zwei anderen Spielern auf die Jagd gehen, den Spielspaß wertet das aber nur geringfügig auf. Sehr erfreulich ist, dass „GREED: Black Border“ bereits in der Version 1.0 stabil läuft und auf Bugs weitgehend verzichtet. Das ist bei Spielen dieser Art sonst ja leider nicht die Regel. Grafisch und soundtechnisch geht das Spiel auch voll und ganz in Ordnung. Meisterleistungen dürft ihr aber auch hier nicht erwarten.
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