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Guild Wars: Factions
Seit dem 28. April 2006 ist das lang erwartete „Guild Wars Factions“ auf dem Markt. Der Preis des Spieles liegt bei ca. 40€, dafür wird es auf zwei CDs geliefert. „Guild Wars Factions“ reiht sich sehr gut in die Reihe der beliebtesten MMORPGs ein. Es besticht mit seiner für dieses Genre grandiosen Grafik und einem stabilen Spielablaud - Serverausfälle, die bei anderen Onlinespielen häufig auftauchen, sind bei „Guild Wars“ sehr selten.

„Guild Wars Factions“ ist sehr asiatisch angehaucht, was ein schönes Feeling erzeugt. An vielen Stellen findet man Verziehrungen, Statuen oder dergleichen, was die oft großen Städte schöner macht. Die Karte ist in vier Gebiete unterteilt. Zum einen hätten wir da die Anfangsinsel für Charaktere, die in Factions erstellt wurden. Darauf folgt das Gebiet des Kaisers und die dazugehörigen Slums, dort erkennt man gut den Kontrast zwischen reich und arm. Die Städte des Kaisers sind viel mit Gold verziert, dagegen sind die Slums aus alten Holzbrettern entstanden. Danach folgen zum einen noch das Gebiet der Kurzick und zum anderen das Gebiet der Luxon. Das Territorium der Kurzick ist recht düster gestaltet - dagegen hält das farbenfrohe Gebiet der Luxon. Gespickt ist die Karte mit insgesamt 13 Missionen und etlichen Quests, die einem die Geschichte der „Factionswelt“ erklären.

Im Spiel geht es hauptsächlich um den Kampf zweier konkurrierender Parteien. Zum einen die bereits erwähnten Kurzick und zum anderen die Luxon. Diese beiden Gegner kämpfen um die Herrschaft auf der Karte, natürlich sind die Gebiete des Kaisers und die Slums ausgeschlossen. Die Grenze der beiden Parteien steht nicht fest, im Gegenteil, sie ist durch Landeroberungen der Parteien verschiebbar. Dabei besitzen die Spieler eine große Rolle, denn durch Kämpfe können sie die Grenze versetzen. Ein Sieg bzw. eine Niederlage wird dabei auch gut belohnt. Punkte, die man bei den Kämpfen bekommt, können nämlich bei den einzelnen Fraktionen gegen Gegenstände eingetauscht werden, die man dann selber nutzen oder sie gut verkaufen kann. Wer aber keine Lust auf den Erwerb dieser Gegenstände hat, kann sie natürlich auch der Gilde spenden. Die Gilde besitzt ein Kurzick-/ bzw. Luxonkonto, auf dem sie ihre Belohnungspunkte spart. Wenn man genug von diesen Punkten gespart hat, wird man vielleicht Herrscher über eine Stadt in der Fraktion. Natürlich behält man diese Stadt nicht für immer, wenn andere Gilden mehr Punkte erreicht haben, können diese die Herrschaft über die Stadt übernehmen. Und wo wir jetzt schon bei den Gilden sind: Seit „Factions“ gibt es auch Bündnisse. Diese bestehen aus zwei oder mehr zusammen geschlossenen Gilden, die gemeinsam für den Erwerb einer Stadt kämpfen. Jeder Gilde kann man raten, sich einem Bündnis anzuschließen, da diese einem oft sehr gut weiterhelfen.

Einer der wohl interessantesten Punkte bei „Guild Wars Factions“ sind die beiden neuen Charakterklassen. Zum einen die als Nahkämpfer ausgezeichnete Assassine und zum anderen der „Allrounder“, der Ritualist. Der Ritualist kann zum Beispiel als Unterstützer für die Mönche gespielt werden, da er mit seinen Geistern gut heilen kann oder zum anderen auch guten Schaden mit den Geistern austeilen kann. Beide Klassen sind sehr gelungen, da sie auch wieder neue Spielvorschläge für die alten, schon bestehenden Klassen bringen. Für alle Klassen kamen darüber hinaus neue Fertigkeiten hinzu, die das Spielgeschehen wieder bunter erscheinen lassen.

In der neuen Welt gibt es zugleich auch neue Monster als Gegner, die einen auch mal wieder richtig fordern. Mit den neuen Waffen dürften sie aber kein so großes Problem darstellen. Natürlich sind für alle Klassen neue Waffen oder auch neue Rüstungen vorhanden. Für die, die nicht das Glück haben, viel Platin zu besitzen, gibt es die „normalen“ Rüstungen. Diese sehen aber auch sehr gut aus. Für die etwas reicheren gibt es neue Prestigerüstungen, mit denen man sehr auffällt. Die 1,5 Platin Rüstung und die 15 Platin Rüstung unterscheiden sich nur vom Aussehen her, die Werte sind aber gleich, was es nicht so schlimm macht, wenn man sich nur die 1,5 Platin Rüstung leisten kann.
 
Autor: Nikolas Woischwill  Seite: [1] [Fazit/Wertung]
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