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Schmerz ist eine Frage des Standpunktes! Dieser Satz steht auf der Verpackung zum neuen Actionknaller „Shadowgrounds“ von Frozenbyte. Man kann sich also schon denken, dass es sich bei diesem Spiel sicherlich um einen eher düsteren Genrevertreter handelt, der nichts für schwache Nerven ist.
In den 2030er Jahren zählt die Erde einen explosiven Anstieg der Bevölkerung und es kommt zu einer drastischen Überbevölkerung. Infolgedessen wird die International Space Exploration Union (ISEU) gegründet, eine Organisation die den Weltraum erforscht und nach möglichen neuen Lebensräumen für die Menschen sucht. Eine der großen Errungenschaften der Menschheit ist in dieser Zeit der Fusionsantrieb für Raumschiffe, die Protoplastus ist ein Schiff mit einem eben solchen Antrieb. Sie wird auf ihre große Reise geschickt und findet nur unweit von der Erde, auf dem Jupiter-Mond Ganymede, einen möglichen Lebensraum für Menschen. Nach anfänglichen Problemen, bekommt die ISEU doch die Finanzen, um auf Ganymede ein Terraforming-Projekt zu starten und durchzuführen. Dieses wird zu einem großen Erfolg und im Jahre 2070 startet die erste bemannte Mission nach Ganymede. Ein halbes Jahr später erreicht sie den Mond und findet eine immer weiter steigende Temperatur und eine gute Atmosphäre vor. Der Arbeiten an der neuen Kolonie können so zügig beginnen und sie wird auf den Namen New Atlantis getauft. Im Jahre 2096 leben bereits 8000 Menschen auf Ganymede – Tendenz steigend!
Wesley Tyler ist Sicherheitsexperte auf Ganymede, doch als sich seltsame Vorfälle und Unfälle ereignen, ist er zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort und stellt zu allem Überfluss auch noch die falschen Fragen. So wird er in die Außenbezirke der Ganymede-Kolonie abgeschoben und darf dort nun fortan den Mechaniker spielen. Ihr übernehmt nun die Rolle von Wesley Tyler, der eines Tages zu einem technischen Notfall in eine nahe gelegene Basis gerufen wird. Mit dabei sind zwei Special Forces die ihm zur Seite stehen. Doch schon während ihr versucht, die ersten Geräte zum laufen zu bringen, fällt euch auf, dass hier etwas nicht stimmen kann. Als dann noch eure Begleiter auf mysteriöse Weise das zeitliche segnen, befindet ihr euch mitten in einem düsteren Scifi-Horror-Thriller.
Gesteuert wird euer Charakter mit der Maus und der Tastatur. Die Kamera ist dabei immer weit über eurer Spielfigur, so dass ihr jederzeit alles im Blickfeld habt. Gegner und Leveldesign wurden dabei immer ziemlich düster gehalten und erinnern teilweise an „Doom 3 (Dt.)“. Gut, Shadowgrounds spielt sich aus einer Top-Down-Perspektive, „Doom 3 (Dt.)“ hingegen aus der Ego-Perspektive, doch nutzen beide Spiele ein ähnliches Szenario und ähnliche Elemente um Spannung zu erzeugen. Gespenstische Licht- und Schatteneffekte, dunkle Umgebungen, seltsame Geräusche – „Shadowgrounds“ ist, wie auch „Doom 3 (Dt.)“, zweifelsohne spannend.
Beim Kampf gegen die Aliens steht ihr zu Beginn des Spiels noch ziemlich alleine da, doch in den weiteren Levels findet ihr zahlreiche mächtige Waffen, die sich auch jeweils mehrmals upgraden lassen. Jede der 10 Waffen kann in jeweils in drei Stufen durch Benutzen einer bestimmten Anzahl von Upgrades verbessert werden. Diese bekommt ihr z.B. durch das Besiegen von Gegnern. So habt ihr für jede Situation den richtigen Argumentationsverstärker und gemäß dem Motto „Was nicht passt, wird passend gemacht“ könnt ihr euch auch ausgiebig an den Spielumgebungen auslassen und diese zum großen Teil zerstören. An mehreren Stellen des Spiels müsst ihr euch auch Bossgegnern stellen und alles Mögliche zu eurem Vorteil nutzen.
„Shadowgrounds“ spielt sich verdammt gut und macht spielerisch einen sehr interessanten Eindruck. Man findet schnell einen Einstieg und muss sich nicht erst lange einarbeiten. Für einen Shooter ist das sehr zum Vorteil und auch wenn „Shadowgrounds“ aus der erwähnten Top-Down-Perspektive gespielt wird, vermittelt es doch das Flair eines schnellen Ego-Shooters. „Shadowgrounds“ kann neben dem Single-Player-Modus mit insgesamt 4 Spielern an einem Rechner gezockt werden. Voraussetzung dafür sind aber 4 Joypads. Dadurch bekommt das Spiel eine ganz kleine taktische Note, allerdigns leidet die düstere Stimmung, die mit mehreren Spielern dann doch in dem wilden Geballer untergeht. Dennoch ist auch der Mehrspielermodus im großen und ganzen gut gelungen.
Ungeachtet der rasanten Action kann aber auch die geheimnisvolle Story gefallen. Besonders Interessant ist diesbezüglich euer Logbuch gestaltet – je weiter ihr im Spiel vorankommt, desto mehr PDAs und Computerterminals findet ihr. An diesen werdet ihr dann mit jeder Menge Informationen versorgt, die die Story immer weiter vorantreiben. Keine Fragen gibt es von der technischen Seite - die Grafik sieht einfach klasse aus, User älterer Rechner sollten sich allerdings aufgrund der vielfältigen und genialen Effekte auf Ruckler einstellen. Wirklich gut gelungen ist auch die deutsche Synchronisation. Die Stimmen wirken lebendig und tragen hervorragend zu der düsteren und beängstigenden Atmosphäre bei.
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| SCREENSHOTS |
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